Das Thema Finanzen und Ersatzleistungen im Berliner Vollzug 


Inhaftierte Menschen sind während der Inhaftierung nicht über eine Krankenkasse krankenversichert, sondern über den Justizvollzug.
Die Versorgung ist sehr umfassend und beinhaltet alle Bereiche, die auch Menschen außerhalb der Haft zur Verfügung stehen, dennoch ergeben sich aus der Zuständigkeit einige Besonderheiten, z.B. dass keine freie Arztwahl besteht.

Zuständigkeiten 
In der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz wird das Thema durch verschiedene Referent:innen und ihre Themenbereiche vertreten.
Frau Adolph betreut das Thema Übergangsmanagement, Frau Scheer den Bereich Beschäftigung und Qualifizierung und Frau Graul das Thema Soziale Hilfen für den Vollzug.  
Basisanforderungen für Leistungen zum Lebensunterhalt

Bestandteil der Sozialen Arbeit ist auch die Organistion der Rückkehr in organisierte finanzielle Verhältnisse, in dem Sinne, dass die Sicherung des Lebensunterhaltes nach Haftentlassung vorbereitet ist. 
Da zu gehören die Sicherstellung eines gültigen Identitätsnachweises ggfs. inklusive der Klärung des Aufenthaltsstatus sowie die Klärung, ob eine Person Arbeitsberechtigt ist. 

Kooperation mit der Straffälligenhilfe 
Für die Außenorientierung des Vollzugs, also die Anbindung an externe Beratungs- Qualifizierungs- und Hilfesysteme setzt der Justizvollzug stark auf die Kooperation mit der Freien Straffälligenhilfe, in diesem Zusammenhang besonders mit den Trägern, die für den Vollzug das Übergangsmanagement unterstützen. 
Schuldnerberatung 
Schulden zu haben und die daraus resultierenden Konsequenzen nicht alleine bewältigen zu können, ist eines der am häufigsten genannten Probleme von inhaftierten Menschen. Verschuldet zu sein kann dabei nicht nur für die betroffene Person sondern auch für deren Familie existenzbetrohend sein. 
Die Beratung von betroffenen Menschen und die Regulierung ihrer Schulden ist daher ein elementares Thema im Übergangsmanagement.
Als externer Partner bietet die Berliner Stadtmission Schuldner- und Insolvenzberatung in allen Haftanstalten an. 
Resoberatung 

Die Rolle der Berliner Resoberater/-innen ist bundesweit einmalig. Nur in Berlin gibt es feste Mitarbeitende der Agentur für Arbeit, die 100 % ihrer Arbeitszeit im Vollzug eingesetzt sind.

Eine Aufgabe der Berater/-innen ist die Betreuung von Inhaftierten im Rahmen von deren Entlassungsvorbereitung. Themen der Beratung sind dabei vor allem die Berufs- und Qualifizierungsberatung, die berufliche Orientierung, die Unterstützung bei der Stellen- und Maßnahmensuche, die Prüfung und Zusammenstellung von Unterlagen sowie die Klärung von Leistungsansprüchen. 

Detaillierte Informationen

 

 

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